Reha-Kliniken sind vollstationäre Einrichtungen mit umfangreichen Versicherungsanforderungen, die von der Berufshaftpflicht für alle behandelnden Ärzte über die Gebäudeversicherung bis zur D&O-Versicherung für Klinikleitung reichen.

Eine Reha-Klinik mit 100 Betten trägt ein jährliches Haftpflichtexposure von mehreren Millionen Euro; die kombinierte Betriebs- und Berufshaftpflicht sollte mindestens 10 Millionen Euro pro Schadenfall aufweisen. Betriebsunterbrechungsversicherungen sind für Kliniken mit hohen Fixkosten besonders wichtig.

Hintergrund

Reha-Kliniken vereinen Merkmale von Krankenhaus und Therapiezentrum: Sie beschäftigen Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal und unterliegen komplexen Haftungsregeln.

Wesentliche Versicherungsbausteine:

  • Berufshaftpflicht: Alle ärztlichen und therapeutischen Mitarbeiter müssen über die Klinik oder eigene Policen mit Kliniknachtrag abgesichert sein.
  • Betriebshaftpflicht: Deckt Unfälle von Patienten und Besuchern auf dem Klinikgelände; Sturzunfälle in der Physiotherapie oder beim Outdoor-Training sind typische Risiken.
  • Gebäudeversicherung: Bei Eigenbesitz der Klinik ist eine umfassende Wohn- und Gewerbegebäudeversicherung erforderlich.
  • Betriebsunterbrechungsversicherung: Bei einem Brand oder Wasserschaden kann eine Reha-Klinik für Wochen ausfallen; monatliche Fixkosten von 100.000 bis über 500.000 Euro müssen weiter gezahlt werden.
  • D&O-Versicherung: Geschäftsführer und Klinikleitung haften für Managemententscheidungen; eine D&O-Police schützt das Privatvermögen.
  • Arbeitgeberrechtschutz: Streitigkeiten mit Mitarbeitern, KV oder Sozialversicherungsträgern sind bei Kliniken häufig; ein Rechtsschutz für Krankenhäuser ist sinnvoll.

Wann gilt das nicht?

Tageskliniken oder ambulante Reha-Einrichtungen ohne stationäre Betten haben ein abweichendes Risikoprofil; hier sind Gebäude- und umfangreiche Betriebsunterbrechungsversicherungen oft nicht im gleichen Umfang nötig.

Ärzteversichert berät Arztgruppen und Klinikbetreiber bei der strukturierten Absicherung von Rehabilitationseinrichtungen.

Quellen

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