Im Praktischen Jahr (PJ) sind Medizinstudenten als Mitglieder der Universität und des Ausbildungskrankenhauses in die dortige Haftpflichtversicherung eingeschlossen; der eigene Versicherungsbedarf ist jedoch darüber hinaus nicht vollständig gedeckt.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet für einen 25-jährigen gesunden PJ-Studenten bereits ab 40 bis 80 Euro monatlich mit 1.500 Euro BU-Rente; mit zunehmendem Alter und Gesundheitsproblemen steigen die Prämien deutlich. Wer im PJ abschließt, sichert sich dauerhaft günstige Einstiegskonditionen und vereinfachte Gesundheitsfragen.
Hintergrund
Der Versicherungsbedarf im PJ umfasst folgende Positionen:
- Berufshaftpflicht: PJ-Studenten handeln unter Aufsicht eines approbierten Arztes; Eigenschäden werden von der Krankenhausversicherung abgedeckt; eine eigene Berufshaftpflicht ist noch nicht nötig.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Der optimale Abschlusszeitpunkt für eine BU-Versicherung ist im Studium oder spätestens im PJ; keine Vorerkrankungen, günstige Prämien, vereinfachte Gesundheitsprüfung. Kosten: 40 bis 120 Euro monatlich je nach Anbieter und Rentenhöhe.
- Unfallversicherung: Über die gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bei Wegeunfällen versichert; private Unfallversicherung für Freizeitunfälle kostet 8 bis 20 Euro monatlich.
- Krankenversicherung: PJ-Studenten bleiben in der studentischen KV (ca. 120 Euro/Monat) oder werden über PKV-Familienversicherung abgedeckt; eigenes PJ-Stipendium ist sozialversicherungspflichtig.
Wer im PJ eine BU-Versicherung mit Nachversicherungsgarantie abschließt, kann die Rente nach Facharztprüfung ohne erneute Gesundheitsprüfung auf 3.000 bis 5.000 Euro erhöhen.
Wann gilt das nicht?
PJ-Studenten, die bereits eine laufende BU-Versicherung aus dem Medizinstudium haben, müssen keine neue Police abschließen; es genügt, die Nachversicherungsgarantie beim Start der Facharztausbildung zu aktivieren.
Ärzteversichert berät PJ-Studenten kostenlos zu den Versicherungsmodulen, die im PJ und unmittelbar nach Erhalt der Approbation sinnvoll sind.
Quellen
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