Eine Auslandskrankenversicherung deckt Behandlungskosten im Ausland ab, die weder GKV noch PKV übernehmen; für Ärzte im beruflichen Auslandseinsatz sind spezialisierte Tarife notwendig.

Eine Jahres-Reisekrankenversicherung kostet für Privatreisen 30 bis 120 Euro jährlich (ohne Altersbeschränkung); für Ärzte, die im Ausland tätig sind (z. B. Entwicklungshilfe, Auslandseinsätze), sind Expatriate-Krankenversicherungen nötig, die 300 bis 1.500 Euro monatlich kosten. Der maximale Rücktronsport aus dem Ausland kostet ohne Versicherung schnell 20.000 bis 50.000 Euro.

Hintergrund

Verschiedene Szenarien erfordern unterschiedliche Deckungen:

  • Privatreisen (EU): Die EHIC-Karte (European Health Insurance Card) deckt Grundversorgung in EU-Ländern; eine Auslandskrankenversicherung ergänzt dies für Rücktransport, Heilbehandlungen über GKV-Niveau und Kosten außerhalb der Kassenleistungen.
  • Privatreisen (außerhalb EU): Eigene Auslandskrankenversicherung essenziell; USA-Behandlungen können ohne Versicherung 100.000 Euro und mehr kosten.
  • PKV-Schutz: Viele PKV-Tarife decken Auslandsbehandlungen nur begrenzt (oft auf GKV-Niveau oder max. 6 Monate); eine separate Auslandskrankenversicherung sinnvoll.
  • Ärzte im Auslandseinsatz (NGO, DRK): Benötigen Expatriate-Krankenversicherung mit Evakuierungskosten, psychischer Krisenintervention und Sicherheitsevakuierung; Kosten 500 bis 1.500 Euro monatlich.

Für Ärzte auf Kongressreisen gilt: Berufliche Aktivitäten im Ausland sind häufig nicht in der privaten Auslandskrankenversicherung eingeschlossen; hier ist eine separate Auslands-Berufshaftpflicht nötig.

Wann gilt das nicht?

PKV-Versicherte mit sehr umfangreicher Auslandsdeckung im bestehenden PKV-Tarif können auf eine separate Auslandskrankenversicherung für Kurzreisen verzichten; bei langen Auslandsaufenthalten über 6 Monate reicht die PKV aber nicht mehr aus.

Ärzteversichert berät bei der Wahl des richtigen Auslandsschutzes und prüft, welche Deckungslücken im bestehenden PKV-Tarif vorliegen.

Quellen

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