Ein Auszahlungsplan ermöglicht Ärzten im Ruhestand, privates Kapital planmäßig zu entnehmen; die Verwaltungskosten sind gering, aber die Kalkulation muss die Lebensdauer, Inflation und Rendite berücksichtigen.
Mit einem Kapital von 500.000 Euro und einer jährlichen Nettoportfolio-Rendite von 3 Prozent können über 25 Jahre rund 2.400 Euro monatlich entnommen werden; nach 25 Jahren ist das Kapital verbraucht. Banksparpläne für Entnahmen kosten 0,1 bis 0,5 Prozent Jahresgebühr; ETF-basierte Auszahlungspläne sind günstiger (0,1 bis 0,3 Prozent TER).
Hintergrund
Die wichtigsten Parameter für einen Auszahlungsplan:
- Sichere Entnahmerate: Finanzwissenschaftler empfehlen als Faustregel maximal 4 Prozent des Anfangskapitals jährlich (4-Prozent-Regel); bei 500.000 Euro entspricht das 20.000 Euro jährlich oder 1.667 Euro monatlich als konservative Entnahme ohne Kapitalverzehr.
- Kapital-Verzehr-Modell: Bei geplanter Kapitalaufzehrung bis zum Lebensende (z. B. bis 90 Jahre) sind bei 25 Jahren Restlebensdauer und 3 Prozent Rendite bis zu 2.400 Euro monatlich entnehmbar.
- Kosten verschiedener Modelle: Banksparpläne: 0,1 bis 0,5 Prozent Gebühr; ETF-Depot: 0,1 bis 0,3 Prozent; private Rentenversicherung als Leibrente: 1 bis 3 Prozent Kosten, aber Langlebigkeitsschutz.
- Inflation: Eine Entnahmerate ohne Inflationsanpassung verliert real an Kaufkraft; empfohlen wird eine jährliche Steigerung der Entnahme um 2 Prozent.
Ärzte, die mit 65 Jahren in Rente gehen und bis 90 planen, benötigen bei einer Versorgungslücke von 2.000 Euro monatlich ein Privatkapital von ca. 450.000 bis 550.000 Euro.
Wann gilt das nicht?
Wer auf Planungssicherheit angewiesen ist und das Risiko des langen Lebens nicht tragen möchte, fährt mit einer privaten Leibrente besser; diese zahlt lebenslang, ist aber im Vergleich bei gleichem Kapital mit niedrigerer monatlicher Rente verbunden.
Ärzteversichert berechnet den individuellen Auszahlplan unter Berücksichtigung von Versorgungswerksrente, Steuern und Inflationsannahmen.
Quellen
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