Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet Ärzte je nach Fachrichtung, Alter und gewünschter Rente zwischen 80 und über 300 Euro monatlich.

Für einen 35-jährigen Allgemeinmediziner mit 3.000 Euro monatlicher BU-Rente bis 65 sind Prämien ab ca. 120 Euro monatlich realistisch. Chirurgen und Anästhesisten liegen aufgrund höherer Risikoklassen bei 200–350 Euro.

Hintergrund

Versicherer stufen ärztliche Fachrichtungen in unterschiedliche Berufsgruppen ein: Allgemeinmediziner, Internisten und Psychiater gelten als risikoärmer als Chirurgen, Radiologen oder Anästhesisten. Die Berufsgruppe beeinflusst die Prämie neben Alter, Gesundheitszustand und Rentenhöhe am stärksten. Als Faustregel gilt: 60–80 % des letzten Nettoeinkommens sollten abgesichert werden – für einen Oberarzt mit 6.000 Euro netto wären das 3.600–4.800 Euro BU-Rente. Wichtig für Ärzte ist die echte Berufsunfähigkeitsdefinition ohne abstrakte Verweisung, damit der Versicherer nicht auf eine Tätigkeit außerhalb des Arztberufs verweisen kann. Rund 25 % aller Ärzte scheiden laut Statistiken der deutschen Ärzteversorgungen vorzeitig aus dem Beruf aus – psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die häufigsten Ursachen.

Wann gilt das nicht?

Beamtete Ärzte (z. B. in Bundeswehrkrankenhäusern) haben Anspruch auf Dienstunfähigkeitsrente und benötigen primär eine Dienstunfähigkeitszusatzklausel statt einer klassischen BU. Wer bereits Vollrente bezieht oder im Ruhestand ist, schließt keine neue BU mehr ab.

Quellen

Ärzteversichert vergleicht BU-Tarife mit arztspezifischen Klauseln und hilft, die passende Rentenhöhe für Ihre Fachrichtung zu ermitteln.

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