Erweiterungsklauseln zur Betriebshaftpflicht einer Arztpraxis kosten je nach Modul zwischen 50 und 300 Euro zusätzliche Jahresprämie und schließen Lücken im Basisschutz.

Häufige Erweiterungen sind Schlüsselverlust (ca. 50–100 Euro/Jahr), Mietschäden an Praxisräumen (80–150 Euro/Jahr) und Bearbeitungsschäden (100–200 Euro/Jahr). Jede Klausel erhöht die Deckung spürbar bei überschaubaren Mehrkosten.

Hintergrund

Eine Standard-Betriebshaftpflicht für Arztpraxen deckt Personen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden gegenüber Dritten ab, schließt aber bestimmte Risiken aus. Wichtige Erweiterungsmodule umfassen: Schlüsselverlustklausel (ersetzt Schlossaustausch bei Verlust von Gebäudeschlüsseln), Mieterschäden (Schäden an gemieteten Praxisräumen), Bearbeitungsschäden (Beschädigung von Patienteneigentum während Behandlung) und erweiterten Umweltschadenschutz. Für Praxen mit elektronischen Patientenakten wird zunehmend eine Cyber-Zusatzklausel relevant, die Datenschutzverstöße und IT-Ausfälle abdeckt (ca. 100–300 Euro/Jahr je nach Datenmenge). Versicherungsexperten empfehlen, die Basispolice alle drei Jahre auf Lücken zu prüfen, da neue Haftungsrisiken entstehen.

Wann gilt das nicht?

Ärztliche Behandlungsfehler sind kein Teil der Betriebshaftpflicht, sondern der Berufshaftpflichtversicherung. Cyber-Vollpolicen bieten umfangreicheren Schutz als eine bloße Zusatzklausel und können für größere Praxen sinnvoller sein.

Quellen

Ärzteversichert analysiert den Versicherungsschutz Ihrer Praxis und empfiehlt gezielt sinnvolle Erweiterungsmodule ohne teure Überschneidungen.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →