Eine Betriebsunterbrechungsversicherung für eine Arztpraxis kostet je nach Versicherungssumme und Deckungskonzept zwischen 400 und 1.500 Euro jährlich.

Die Police ersetzt entgehende Deckungsbeiträge bei Unterbrechung des Praxisbetriebs – z. B. durch Brand, Wasserschaden oder krankheitsbedingten Ausfall des Praxisinhabers. Die Versicherungssumme richtet sich am Jahresumsatz aus.

Hintergrund

Für Arztpraxen existieren zwei Varianten: die klassische Sachschadenbetriebsunterbrechung (greift bei Brand, Wasserschaden etc.) und die Praxis-Ausfallversicherung, die auch bei krankheitsbedingtem Ausfall des Arztes zahlt. Letztere ist für Einzelpraxen besonders relevant, da der Ausfall des Inhabers sofort Umsatzverluste bedeutet. Typische Versicherungssummen orientieren sich am Jahresüberschuss plus Personalkosten und Miete – für eine Einzelpraxis oft 150.000–400.000 Euro. Die Haftungszeit (maximale Entschädigungsdauer) beträgt meist 12–24 Monate. Prämien liegen bei ca. 0,2–0,5 % der Versicherungssumme pro Jahr. Eine Praxis-Ausfallversicherung, die auch Erkrankung abdeckt, kostet erfahrungsgemäß 800–1.500 Euro/Jahr.

Wann gilt das nicht?

Betriebsunterbrechungen durch behördliche Schließung (Infektionsschutz) sind nicht automatisch mitversichert – dafür ist eine gesonderte Betriebsschließungsversicherung nötig. Schäden durch Cyberangriffe erfordern eine Cyber-Police.

Quellen

Ärzteversichert empfiehlt Kombinationslösungen aus Sachschadendeckung und Praxis-Ausfallversicherung für einen lückenlosen Schutz niedergelassener Ärzte.

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