Eine BU-Nachversicherungsgarantie kostet Ärzte je nach Versicherer 3 bis 8 % Mehrprämie auf den Grundbeitrag – erlaubt aber ohne erneute Gesundheitsprüfung deutliche Rentenerhöhungen bei wichtigen Lebensereignissen.

Die Nachversicherungsgarantie ist für Ärzte Gold wert: Bei Niederlassung, Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltserhöhung kann die BU-Rente um bis zu 1.000–2.000 Euro monatlich aufgestockt werden – ohne neue Risikoprüfung und ohne Ausschlüsse für zwischenzeitlich eingetretene Erkrankungen.

Hintergrund

Ärzte durchlaufen typischerweise eine lange Karriereleiter: Studium, Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt, Niedergelassener. Das Einkommensniveau steigt dabei stark an – von ca. 4.000 Euro brutto als Assistenzarzt auf 10.000–20.000 Euro als niedergelassener Fachmediziner. Eine beim Berufseinstieg abgeschlossene BU-Rente von 1.500 Euro ist für einen niedergelassenen Arzt zehn Jahre später viel zu niedrig. Die Nachversicherungsgarantie löst dieses Problem: An definierten Ereignissen (Heirat, Geburt, Niederlassung, Beförderung, Einkommensanstieg über definierten Schwellenwert) kann die Rente ohne Gesundheitsfragen erhöht werden. Wichtig: Es gibt Erhöhungsobergrenzen (häufig 1.000–2.000 Euro pro Ereignis) und ein Maximalalter (meist 45–50 Jahre) für die Nutzung der Garantie.

Wann gilt das nicht?

Nach Überschreiten des Maximalalters (meist 45 Jahre) ist keine weitere Nachversicherung mehr möglich. Einige Versicherer knüpfen die Garantie an nachweisliche Einkommenssteigerungen; rein private Ereignisse ohne Einkommensänderung genügen dann nicht.

Quellen

Ärzteversichert achtet beim Tarifvergleich besonders auf Nachversicherungsgarantien, die zu den typischen Karrierestufen von Ärzten passen.

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