BU-Risikoklassen für ärztliche Fachrichtungen unterscheiden sich erheblich: Operative Fächer wie Chirurgie oder Gynäkologie werden 30 bis 150 % teurer eingestuft als bürolastige Tätigkeiten.

Jeder Versicherer hat eigene Berufsgruppen-Einstufungen. Allgemeinmediziner und Internisten werden oft in günstige Klassen eingestuft (z. B. Gruppe 2 von 5), Chirurgen und Anästhesisten häufig in Gruppe 3–4 – was die monatliche Prämie deutlich erhöht.

Hintergrund

Versicherer klassifizieren Berufe nach Risikoprofil: körperliche Belastung, Unfallgefährdung, psychische Anforderungen und Infektionsrisiko fließen in die Bewertung ein. Ärzte fallen je nach Fachrichtung in unterschiedliche Gruppen: Betriebsmediziner und Psychiater ohne operative Tätigkeit landen oft in Berufsgruppe 1–2 (niedrigste Prämie), Allgemein- und Hausärzte in Gruppe 2, Anästhesisten, Chirurgen und Gynäkologen in Gruppe 3, Notärzte und Radiologen (Strahlungsexposition) teils in Gruppe 3–4. Die konkrete Einstufung ist nicht branchenweit einheitlich – ein und derselbe Facharzt kann je nach Versicherer in unterschiedliche Gruppen fallen. Daher ist ein Vergleich mehrerer Anbieter besonders sinnvoll.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die ihre Fachrichtung wechseln oder in eine administrativere Position wechseln (z. B. Praxismanager, Medizincontroller), können beim Versicherer eine Neubewertung beantragen und ggf. in eine günstigere Risikoklasse wechseln.

Quellen

Ärzteversichert kennt die Einstufungen aller relevanten Versicherer für Ihre Fachrichtung und findet das günstigste Angebot ohne Leistungsverzicht.

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