Eine BU-Versicherung für Ärzte kostet monatlich zwischen etwa 80 und 400 Euro, abhängig von Fachrichtung, Eintrittsalter, gewünschter Rentenhöhe und Vertragslaufzeit.

Die Beitragshöhe richtet sich vor allem nach der konkreten ärztlichen Tätigkeit: Chirurgen und Notärzte zahlen deutlich mehr als Kollegen in reinen Verwaltungs- oder Laborfunktionen, da das Berufsunfähigkeitsrisiko durch körperliche Beanspruchung und Infektionsgefahr höher eingestuft wird.

Hintergrund

Versicherer stufen ärztliche Berufe in Risikoklassen ein. Ein 30-jähriger Allgemeinmediziner, der eine monatliche BU-Rente von 3.000 Euro bis zum 67. Lebensjahr absichern möchte, zahlt je nach Anbieter zwischen 110 und 200 Euro monatlich. Operativ tätige Fachärzte wie Orthopäden oder Gynäkologen können Beiträge von 180 bis 350 Euro erreichen. Hinzu kommt: Wer spät einsteigt, zahlt deutlich mehr – ein Einstieg mit 45 Jahren kostet bei gleicher BU-Rente oft das Doppelte gegenüber einem Einstieg mit 30 Jahren. Empfohlen wird eine BU-Rente in Höhe von mindestens 60 Prozent des Nettoeinkommens, um den Lebensstandard zu sichern. Für angestellte Ärzte mit einem Bruttogehalt von 8.000 Euro bedeutet das eine Absicherung von mindestens 3.000 bis 3.500 Euro monatlich.

Wichtig ist die Klausel zur konkreten Verweisung: Hochwertige Tarife verzichten darauf, sodass Ärzte bei Berufsunfähigkeit nicht auf andere Tätigkeiten verwiesen werden können. Bei Ärzteversichert lässt sich dies schnell im Tarifvergleich prüfen.

Wann gilt das nicht?

Ärzte im Beamtenstatus (z. B. Professoren an Universitätskliniken) erhalten bei Dienstunfähigkeit eine staatliche Versorgung – eine private BU kann dennoch sinnvoll sein, um Versorgungslücken zu schließen. Selbstständige Praxisinhaber sollten zudem prüfen, ob neben der Personenabsicherung auch eine Praxisausfallversicherung nötig ist, da die BU nur den persönlichen Einkommensausfall deckt, nicht die laufenden Praxiskosten.

Quellen

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