Burnout-Prävention für Ärzte kostet je nach Maßnahme zwischen einmalig 100 Euro für einen Tagesworkshop und 3.000 bis 8.000 Euro für ein mehrmonatiges Coaching-Programm.

Eine Einzelsitzung bei einem psychologischen Coach oder Supervisor kostet 100 bis 250 Euro pro Stunde. Präventionsprogramme der Krankenkassen können einen Teil der Kosten erstatten, wenn Maßnahmen nach § 20 SGB V zertifiziert sind.

Hintergrund

Ärzte sind laut Studien der Bundesärztekammer überdurchschnittlich stark von Burnout betroffen. Besonders gefährdet sind Ärzte in der Weiterbildung, Niedergelassene mit hoher Patientenlast und Ärzte in der Palliativmedizin. Frühzeitige Prävention ist wirtschaftlich sinnvoll: Ein Burnout führt im Schnitt zu mehrmonatigen Ausfallzeiten, die bei selbständigen Ärzten erhebliche Einkommensausfälle bedeuten.

Anerkannte Präventionsmaßnahmen umfassen Balint-Gruppen (Kosten ca. 30 bis 60 Euro pro Sitzung), Supervision für niedergelassene Ärzte (80 bis 180 Euro pro Stunde), Resilienztrainings sowie Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)-Kurse. Einige GKV erstatten bis zu 150 Euro pro Jahr für zertifizierte Präventionskurse.

Die Kosten für Supervision oder Coaching im beruflichen Kontext sind als Betriebsausgabe absetzbar, wenn ein klarer beruflicher Bezug nachgewiesen wird.

Ärzteversichert empfiehlt, Burnout-Prävention als Teil eines umfassenden Risikomanagements zu verstehen und bei einer BU-Versicherung auf psychische Erkrankungen als häufige Leistungsursache zu achten.

Wann gilt das nicht?

Rein private Wellnessmaßnahmen ohne therapeutischen Bezug sind steuerlich nicht abzugsfähig. Wer bereits an einem klinischen Burnout leidet, benötigt psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung, keine Prävention.

Quellen

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