Ein CEREC-System (Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics) kostet in der Anschaffung zwischen 80.000 und 150.000 Euro inklusive Schleifeinheit, Scanner und Software.
Die Gesamtinvestition inklusive Installation, Schulung und Erstausstattung mit Fräsblöcken liegt meist bei 100.000 bis 120.000 Euro. Die Amortisation gelingt bei 5 bis 10 CEREC-Versorgungen pro Woche in 3 bis 5 Jahren.
Hintergrund
CEREC ermöglicht die Herstellung von Keramikinlays, Kronen und Veneers in einer einzigen Sitzung ohne Zahntechniklabor. Die Hauptkomponenten sind ein intraoraler Scanner (ca. 20.000 bis 30.000 Euro), eine Schleifeinheit (ca. 50.000 bis 80.000 Euro) und die Softwarelizenz (mehrere Tausend Euro jährlich).
Hinzu kommen laufende Kosten: Fräsblöcke kosten 10 bis 40 Euro pro Einheit, Wartungsverträge schlagen mit 5.000 bis 10.000 Euro jährlich zu Buche. Die Abschreibung des Geräts erfolgt über 7 bis 10 Jahre, was jährliche Abschreibungsbeträge von rund 12.000 bis 17.000 Euro bedeutet.
Der wirtschaftliche Vorteil liegt in der eingesparten Laborgebühr (typisch 150 bis 400 Euro pro Arbeit) und der Möglichkeit, höhere Honorare für Einsitzversorgungen zu berechnen. Für eine vollständige Amortisation werden je nach Investitionshöhe und Honorarkalkulation 3 bis 6 Jahre veranschlagt.
Ärzteversichert empfiehlt, bei der Finanzierung einer CEREC-Anlage auch das Gerätebuchrisiko und eine Elektronikversicherung für die sensible Technik im Blick zu behalten.
Wann gilt das nicht?
In kleinen Praxen mit weniger als 3 CEREC-Versorgungen pro Woche rechnet sich die Investition oft nicht. Gemeinschaftspraxen und MVZ können die Anschaffungskosten auf mehrere Behandler verteilen und verbessern so die Wirtschaftlichkeit.
Quellen
- Bundeszahnärztekammer
- Bundesministerium der Finanzen
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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