Die Kosten eines Wertpapierdepots für Ärzte variieren erheblich: Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital berechnen 0 bis 1 Euro pro Order, klassische Bankdepots kosten 0,25 bis 1 Prozent des Ordervolumens plus jährliche Depotgebühr.
Bei einem Depot mit 500.000 Euro und 12 Transaktionen jährlich kann der Kostenunterschied zwischen Neobroker (unter 50 Euro) und Privatbank (bis zu 3.000 Euro) erheblich sein. Für große Portfolios sind Online-Broker mit Pauschaltarifen oft die günstigste Option.
Hintergrund
Depotkosten setzen sich zusammen aus: Ordergebühren (pro Trade), Depotführungsgebühr (jährlich, oft entfällt bei Online-Brokern), Transaktionskosten der Börse (Courtage) und ggf. Fremdwährungsgebühren. Hinzu kommen indirekte Kosten durch den Spread bei ETFs und Fonds.
Für Ärzte mit höheren Vermögen (ab 200.000 Euro) bieten sich Direktbanken mit günstigen Pauschaltarifen oder spezialisierte Vermögensverwalter an. Letztere berechnen 0,5 bis 1,5 Prozent des verwalteten Vermögens jährlich, übernehmen aber die Anlageentscheidung.
Steuerlich muss der Arzt Kapitalerträge mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) versteuern. Ein Freistellungsauftrag von bis zu 1.000 Euro (2.000 Euro bei Ehepaaren) sollte immer eingerichtet sein.
Ärzteversichert empfiehlt, Depotkosten regelmäßig zu überprüfen und bei substanziellem Vermögenszuwachs zu einem effizienteren Anbieter zu wechseln.
Wann gilt das nicht?
Wer einen umfassenden Anlageservice inklusive Steueroptimierung wünscht, zahlt bewusst höhere Gebühren an Vermögensverwalter oder Privatbanken. Für sehr seltene Transaktionen ist die Höhe der Ordergebühr weniger relevant.
Quellen
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