Die Berufshaftpflicht für Chirurgen gehört zu den teuersten im Arztbereich: Je nach Fachrichtung und Operationsvolumen fallen Jahresprämien von 3.000 bis über 12.000 Euro an.

Allgemeinchirurgen zahlen ca. 3.000 bis 6.000 Euro jährlich; Neurochirurgen und Herzchirurgen können Prämien von 8.000 bis 15.000 Euro erreichen. Empfohlen werden Deckungssummen von mindestens 5, besser 10 Millionen Euro pro Schadensfall.

Hintergrund

Operationsfehler zählen zu den häufigsten und teuersten Haftpflichtfällen in der Medizin. Das Risikoprofil unterscheidet sich stark nach Fachrichtung: Herzchirurgie und Neurochirurgie haben die höchsten Schadenspotenziale mit siebenstelligen Schadensersatzforderungen; Allgemeinchirurgie liegt im mittleren Bereich.

Neben dem Schadenspotenzial beeinflussen die Fallzahl, das Operationsvolumen und besondere Tätigkeiten (z. B. Belegarzttätigkeit, ambulante Eingriffe) die Prämie erheblich. Chirurgen, die in Privatkliniken oder als Belegärzte tätig sind, müssen ihre Police entsprechend ausstatten.

Wichtige Klauseln in der chirurgischen Berufshaftpflicht: Nachhaftung nach Berufsaufgabe (mindestens 5 Jahre), Mitversicherung des OP-Teams, Deckung für Assistenten und erweiterte Deckung für spezielle Operationstechniken (z. B. Roboterchirurgie).

Ärzteversichert vergleicht maßgeschneiderte Tarife für alle chirurgischen Fachrichtungen und prüft insbesondere Deckungslücken bei ambulanten Eingriffen.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Krankenhauschirurgen sind primär über den Krankenhausträger abgesichert; eine private Police empfiehlt sich dennoch für Belegtätigkeiten und Nebentätigkeiten.

Quellen

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