Die Berufshaftpflicht für Onkologen kostet je nach Fachrichtung und Behandlungsspektrum zwischen 2.000 und 6.000 Euro jährlich; Strahlentherapeuten können aufgrund des Strahlenrisikos höhere Prämien haben.

Fehler bei der Chemotherapie-Dosierung können zu schwerer Organtoxizität oder zum Tod führen. Strahlentherapeuten haften für Bestrahlungsfehler, die zu dauerhaften Gewebeschäden führen können. Deckungssummen von mindestens 3 bis 5 Millionen Euro sind Standard.

Hintergrund

Onkologen sind in ihrer Tätigkeit einem spezifischen Haftungsumfeld ausgesetzt: Diagnosestellung (Übersehen einer Tumorerkrankung), Therapieplanung (falsche Medikamentenwahl oder -dosierung bei Chemotherapie) und Nachsorge (Übersehen von Rezidiven).

Bei internistischen Onkologen sind Chemotherapie-Fehler die häufigste Ursache schwerer Haftungsfälle. Zytostatika haben enge therapeutische Fenster; Überdosierungen können zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Knochenmarkversagen führen. Unterdosierungen können das Therapieziel verfehlen.

Strahlentherapeuten haften für Planungsfehler, falsche Bestrahlungsfelder oder fehlerhafte Dosisberechnung. Strahlenschäden können Jahre nach der Behandlung auftreten; die Nachhaftung nach Berufsaufgabe ist daher besonders wichtig.

Ärzteversichert berät Onkologen bei der Auswahl einer Police mit langer Nachhaftungsklausel und ausreichender Deckungssumme für das onkologische Risikoprofil.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Onkologen in Kliniken sind primär über den Träger abgesichert. Niedergelassene Onkologen ohne Chemotherapie-Angebot zahlen niedrigere Prämien.

Quellen

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