Eine Praxisgründung für Allgemeinmediziner kostet je nach Standort und Ausstattung zwischen 100.000 und 250.000 Euro; der bundesdeutsche Durchschnitt liegt laut KBV-Daten bei ca. 160.000 Euro.

Die größten Kostenpositionen bei der hausärztlichen Praxisgründung sind Umbau und Einrichtung (30.000 bis 60.000 Euro), Praxisverwaltungssoftware und IT (10.000 bis 20.000 Euro), Grundausstattung (EKG, Ultraschall, Laborgeräte: 20.000 bis 50.000 Euro) und Anlaufkosten (Personal, Miete) für die ersten 6 Monate.

Hintergrund

Hausärzte benötigen eine vergleichsweise kostengünstige medizinische Grundausstattung: EKG-Gerät (2.000 bis 5.000 Euro), Ultraschallgerät (5.000 bis 20.000 Euro), kleines Praxislabor (5.000 bis 10.000 Euro), Spirometrie und Blutdruckmessgeräte. Aufwendige Spezialgeräte wie MRT oder CT entfallen.

Ein Kassensitz (Zulassung) ist in vielen Regionen kostenlos oder sehr günstig erhältlich; in überversorgten Stadtteilen kann der Kauf eines Arztsitzes 20.000 bis 100.000 Euro kosten. Die Niederlassung in unterversorgten Regionen wird teils mit staatlichen Förderprogrammen unterstützt.

Anlaufverluste in den ersten 12 bis 18 Monaten sind einzukalkulieren: Hausärzte berichten häufig von 6 bis 12 Monaten, bis das Honorar die laufenden Kosten deckt. Eine Liquiditätsreserve von mindestens 50.000 Euro ist empfohlen.

Ärzteversichert begleitet Allgemeinmediziner bei der Praxisgründung und hilft beim Aufbau des richtigen Versicherungsportfolios für die Niederlassung.

Wann gilt das nicht?

Bei der Übernahme einer bestehenden Praxis (Praxiskauf) entfallen viele Erstinvestitionen; der Kaufpreis enthält Goodwill, Ausstattung und Patientenstamm. Im Angestelltenmodell (angestellter Arzt in einer Praxis) sind keine eigenen Gründungsinvestitionen nötig.

Quellen

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