Eine überbetriebliche Betriebsarztpraxis für Arbeitsmediziner kostet in der Gründung zwischen 50.000 und 150.000 Euro; ein großer Teil der Tätigkeit findet mobil in den Betrieben statt.
Die Startkosten für Arbeitsmediziner sind überschaubar, weil viele Leistungen vor Ort beim Arbeitgeber erbracht werden. Wesentliche Investitionen sind: Fahrzeug und mobile Ausstattung (10.000 bis 20.000 Euro), Praxisräume für Untersuchungen (Miete ab 1.000 Euro monatlich) und Software für Eignungsuntersuchungen.
Hintergrund
Arbeitsmediziner gründen entweder eine eigene überbetriebliche Betriebsarztpraxis oder schließen sich einem Verbund (Betriebsarzt-Zentrum) an. Die Vergütung erfolgt über Dienstleistungsverträge mit Unternehmen; ein Kassensitz ist in der Regel nicht erforderlich.
Pflichtausstattung umfasst: Untersuchungsliege und Grundmedizinausrüstung, Audiometrie-Gerät für G20/G21-Untersuchungen, Spirometrie, Sehtestgeräte und Impfstoffe. Die Gesamtausgaben für Medizintechnik liegen bei 15.000 bis 40.000 Euro.
Wichtige Betriebsgrundlage ist ein tragfähiger Kundenstamm: Kleine und mittlere Unternehmen sind nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) verpflichtet, betriebsärztliche Betreuung sicherzustellen. Ein Arbeitsmediziner mit 30 bis 50 Betrieben als Kunden kann gut wirtschaften.
Ärzteversichert bietet Arbeitsmedizinern bei der Niederlassung Unterstützung bei der Versicherungsplanung.
Wann gilt das nicht?
Im Angestelltenverhältnis bei einem Betriebsarzt-Zentrum oder Konzern trägt der Arbeitsmediziner keine eigenen Gründungskosten. Auch bei Teilzeitniederlassung neben einer Kliniktätigkeit sind die Kosten deutlich geringer.
Quellen
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