Eine chirurgische Praxis mit eigenem ambulantem OP-Bereich kostet in der Gründung 300.000 bis 700.000 Euro; ohne eigene OP-Einheit liegt der Aufwand bei 80.000 bis 200.000 Euro.
Der OP-Bereich ist der größte Kostentreiber: Operationstisch, Anästhesieequipment, Sterilisationseinheit und Monitoring kosten zusammen 100.000 bis 300.000 Euro. Hinzu kommen Umbau, Hygienezertifizierungen und laufende Kosten für Instrumentenpflege und Hygienebeauftragter.
Hintergrund
Chirurgen können ohne eigene OP-Einheit als Belegärzte in Kliniken oder in zertifizierten ambulanten Operationszentren tätig sein. Diese Kooperationsmodelle sind oft kostengünstiger als eine Eigengründung. Niedergelassene Chirurgen mit eigenem OP müssen die Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems für ambulante Einrichtungen nach § 135a SGB V erfüllen.
Typische Kostenstruktur ohne eigene OP: Praxisräume und -ausstattung (60.000 bis 100.000 Euro), Ultraschall und Diagnostikgeräte (20.000 bis 40.000 Euro), Personalkosten Anlauf (6 Monate: 40.000 bis 80.000 Euro).
Kassensitze für Chirurgen sind in vielen Gebieten vorhanden; in Ballungszentren können sie 30.000 bis 100.000 Euro kosten.
Ärzteversichert begleitet Chirurgen bei der Gründungsplanung und entwickelt maßgeschneiderte Versicherungskonzepte für ambulante Operateure.
Wann gilt das nicht?
Im Belegarztmodell oder im MVZ entfallen die Kosten für eigene OP-Einheiten. Angestellte Chirurgen in Kliniken tragen keine Gründungskosten.
Quellen
- KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesärztekammer
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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