Die Praxisgründung kostet Dermatologen je nach Ausstattung und Standort zwischen 150.000 und 400.000 Euro – dabei machen dermatologische Spezialgeräte einen erheblichen Anteil aus.
Hintergrund
Die größten Kostenpositionen bei der dermatologischen Praxisgründung sind: Umbau und Mietkaution (15.000 bis 50.000 Euro je nach Lage und Zustand der Räume), medizinische Ausstattung (Behandlungsliegen, Sterilisation, Dermatoskop: ca. 30.000 bis 80.000 Euro), Lasersysteme für ästhetische oder therapeutische Eingriffe (20.000 bis 150.000 Euro), IT und Praxisverwaltungssoftware (5.000 bis 15.000 Euro) sowie Anlaufkosten für Personal und Betriebsmittel (Betriebskapital von mindestens 30.000 Euro für die ersten Monate). Hinzu kommen Versicherungsprämien für die Berufshaftpflicht (ab ca. 1.500 Euro/Jahr) und eine Praxisausfallversicherung. Die KBV empfiehlt, vor der Gründung eine Liquiditätsreserve von mindestens drei Monatsumsätzen vorzuhalten.
Für die Finanzierung stehen zinsgünstige KfW-Darlehen sowie standortspezifische Förderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen in Bedarfsregionen zur Verfügung.
Wann gilt das nicht?
Wer eine Bestandspraxis übernimmt, spart Einrichtungskosten, zahlt aber einen Praxiswert (Goodwill), der je nach Patientenstamm und Umsatz 50.000 bis über 200.000 Euro betragen kann. Bei einer Gemeinschaftspraxis oder einem MVZ werden die Investitionskosten auf mehrere Gründer verteilt, was die Einzelbelastung deutlich senkt.
Quellen
- KBV – Praxisgründung und Niederlassung
- Bundesärztekammer – Praxisführung und Wirtschaft
- BMF – Steuerliche Abschreibungen für medizinische Geräte
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