Eine internistische Praxisgründung kostet je nach Schwerpunkt zwischen 100.000 und 400.000 Euro; spezialisierte Praxen für Kardiologie oder Gastroenterologie mit Endoskopie-Einheit liegen am oberen Ende.
Eine allgemein-internistische Praxis ohne invasive Diagnostik kann mit 100.000 bis 180.000 Euro gegründet werden. Eine gastroenterologische Praxis mit Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie) kostet 200.000 bis 350.000 Euro; ein eigenes Herzkatheterlabor ab 500.000 Euro.
Hintergrund
Das Investitionsvolumen für Internisten ist stark von der Spezialisierung abhängig. Eine Grundausstattung (EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Ultraschall) kostet 40.000 bis 80.000 Euro. Eine Endoskopie-Einheit für Gastroskopien und Koloskopien erfordert Endoskope (je 10.000 bis 30.000 Euro), Desinfektionsautomat (15.000 bis 25.000 Euro) und entsprechende Räumlichkeiten.
Kardiologen mit interventioneller Tätigkeit benötigen ein Herzkatheterlabor mit Durchleuchtungsanlage; allein das Gerät kostet 500.000 bis 1.500.000 Euro. Diese Investition ist nur in größeren Gemeinschaftspraxen oder MVZ wirtschaftlich.
Internistische Schwerpunktpraxen (Diabetologie, Rheumatologie, Onkologie) haben mittlere Investitionsvolumina von 150.000 bis 250.000 Euro, je nach erforderlicher Diagnostik.
Ärzteversichert berät Internisten bei der Strukturplanung und hilft bei der Finanzierungs- und Versicherungsplanung für die Niederlassung.
Wann gilt das nicht?
Im MVZ sind teure Großgeräte auf mehrere Behandler verteilt. Praxisübernahmen inkludieren meist vorhandene Geräteausstattung.
Quellen
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