Eine Kinderarztpraxis kostet in der Gründung zwischen 120.000 und 280.000 Euro; die kindgerechte Innenausstattung und spezielle pädiatrische Geräte sind neben dem IT-System die wesentlichen Kostenpositionen.

Die medizinische Grundausstattung (Pädiatrischer Ultraschall, Pulsoximetrie, Audiologiescreening, Impfkühlschrank) kostet 30.000 bis 70.000 Euro. Hinzu kommen Umbaukosten für eine altersgerechte Praxisgestaltung mit Wartezimmer und Spielbereich (15.000 bis 40.000 Euro).

Hintergrund

Kinderarztpraxen haben einige Besonderheiten in der Ausstattung: Der Impfkühlschrank (3.000 bis 6.000 Euro) ist Pflicht für die Impfstofflagerung, das pädiatrische Ultraschallgerät ermöglicht die Hüftsonographie nach Graf (5.000 bis 20.000 Euro), und Audiologiegeräte für Neugeborenenscreening und Paukenerguss-Diagnose (3.000 bis 10.000 Euro) gehören zur Standardausstattung.

Besondere Anforderungen: Kinderarztpraxen müssen räumlich trennen zwischen kranken und gesunden Kindern (Vorsorgeuntersuchungen). Das erfordert teils aufwendige Raumaufteilung, die Umbaukosten erhöht.

Ein Kassensitz für Kinderärzte ist in vielen Regionen rar; die Nachfrage ist in Bevölkerungswachstumszonen hoch, was Kassensitze verteuert. Staatliche Förderprogramme für Pädiatrie in strukturschwachen Regionen helfen.

Ärzteversichert begleitet Kinderärzte bei der Praxisgründung und bietet maßgeschneiderte Absicherungen für die pädiatrische Praxis.

Wann gilt das nicht?

Bei Praxisübernahme von einem Vorgänger entfallen viele Investitionen. Angestellte Kinderärzte in MVZ oder Kliniken tragen keine eigenen Gründungskosten.

Quellen

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