Eine neurologische Praxisgründung kostet zwischen 100.000 und 250.000 Euro; EEG-Anlage, EMG/ENG-System und Neurosonologie sind die dominanten Kostenpositionen bei der Geräteausstattung.
Die Grundausstattung einer neurologischen Praxis umfasst: EEG-Anlage (10.000 bis 25.000 Euro), EMG/ENG-System für Neurophysiologie (15.000 bis 30.000 Euro), transkranielle Dopplersonographie (10.000 bis 20.000 Euro) und Schlafdiagnostik bei entsprechendem Schwerpunkt. Insgesamt 40.000 bis 80.000 Euro für Medizintechnik.
Hintergrund
Neurologen versorgen in der Niederlassung Patienten mit Kopfschmerzen, Schlaganfall-Nachsorge, Epilepsie, MS, Parkinson und peripheren Nervenerkrankungen. Die technische Ausstattung ist weniger kapitalintensiv als in der Kardiologie oder Ophthalmologie; dafür ist ein hoher zeitlicher Aufwand pro Patient charakteristisch.
Das EEG ist für Epilepsie-Diagnostik unverzichtbar und ein zentrales Gerät der neurologischen Praxis. Für die Schlaganfall-Nachsorge ist Ultraschall der hirnversorgenden Arterien Standard (Duplexsonographie).
Neuropsychologen oder Neurologen mit Kognitionsdiagnostik benötigen zusätzliche Testsysteme (2.000 bis 5.000 Euro). Spezialisierte MS-Zentren benötigen ggf. Zugang zu einem MRT, was in der Regel über Kooperation gelöst wird.
Ärzteversichert unterstützt Neurologen bei Gründungsfinanzierung und Versicherungsschutz.
Wann gilt das nicht?
Neurologen ohne eigene Neurophysiologie-Ausstattung können EEG und EMG an Fachkollegen oder Labors überweisen. Im MVZ werden teure Geräte geteilt.
Quellen
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