Eine nuklearmedizinische Praxisgründung ist eine der teuersten in der Medizin und kostet 800.000 bis über 3 Millionen Euro; allein eine moderne Gamma-Kamera (SPECT-CT) kostet 400.000 bis 700.000 Euro.
Die Investition in Nuklearmedizin ist enorm: Gamma-Kamera (SPECT oder SPECT-CT): 400.000 bis 700.000 Euro; PET-CT-System: 1.500.000 bis 2.500.000 Euro. Hinzu kommen Strahlenschutzmaßnahmen (100.000 bis 200.000 Euro Umbau), Entsorgungssysteme und behördliche Genehmigungskosten.
Hintergrund
Nuklearmedizinische Praxen benötigen umfangreiche behördliche Genehmigungen nach dem Atomgesetz (AtG) und der Strahlenschutzverordnung. Allein das Genehmigungsverfahren dauert 12 bis 24 Monate. Strahlenschutzbeauftragter und Medizinphysikexperte sind Pflicht.
Aufgrund des enormen Investitionsvolumens werden nuklearmedizinische Praxen fast ausschließlich als Gemeinschaftspraxen oder im MVZ betrieben; Einzelpraxen sind selten wirtschaftlich. Zuweisernetzwerke zu Onkologen, Orthopäden und Kardiologen sind existenziell für die Auslastung.
Kassensitze für Nuklearmediziner sind sehr begrenzt und teuer; in Ballungszentren können sie 100.000 bis 300.000 Euro kosten.
Ärzteversichert kennt die besonderen Versicherungsanforderungen für nuklearmedizinische Einrichtungen und berät bei der Gründungsplanung.
Wann gilt das nicht?
Nuklearmediziner in Universitätskliniken oder öffentlichen Instituten tragen keine eigenen Gründungskosten. Im MVZ können die Kosten auf mehrere Gesellschafter verteilt werden.
Quellen
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