Eine onkologische Schwerpunktpraxis mit Chemotherapie-Behandlungsraum kostet 300.000 bis 700.000 Euro in der Gründung; Zytostatika-Zubereitungsraum (GMP-konform) und Behandlungsliegen sind die Hauptkostentreiber.
Onkologische Praxen müssen GMP-konform Zytostatika zubereiten; Reinraum und Isolierwerkbank kosten 50.000 bis 150.000 Euro. Hinzu kommen 8 bis 15 Behandlungsplätze mit Infusionspumpen, Monitoring und Aufwachbereich sowie qualifiziertes Pflegepersonal.
Hintergrund
Internistische Onkologen versorgen Patienten mit Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichteten Therapien ambulant. Für jede Chemotherapie-Applikation wird ein Behandlungsplatz mit Liege oder Stuhl, Infusionsständer und Monitoring benötigt. Ein Behandlungsraum für 10 Patienten kostet ca. 100.000 bis 200.000 Euro in der Einrichtung.
Zur sicheren Zubereitung von Zytostatika ist ein GMP-konformer Reinraum mit Isolierwerkbank (Sicherheitswerkbank) Pflicht nach der Apothekenbetriebsordnung; in der Praxis wird die Zubereitung häufig an eine Klinikapotheke ausgelagert, was Kosten spart, aber Koordination erfordert.
Der Kassensitz für internistische Onkologen ist durch Bedarfsplanung limitiert; Onkologische Praxen erzielen hohe Umsätze durch Arzneimittelverordnungen (teure Biologika), was jedoch nicht unmittelbar den Praxisgewinn steigert.
Ärzteversichert begleitet Onkologen bei der Gründungsplanung und bietet Versicherungsschutz für die besonderen Risiken onkologischer Praxen.
Wann gilt das nicht?
Onkologen ohne eigene Zytostatika-Herstellung und ohne Behandlungsplätze können zu deutlich geringeren Kosten gründen. Im MVZ werden teure Infrastrukturen geteilt.
Quellen
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