Eine psychiatrische Praxisgründung ist mit 50.000 bis 150.000 Euro eine der kostengünstigsten Facharzt-Gründungen, da keine teuren Medizingeräte benötigt werden.

Die wesentlichen Kosten entstehen durch Praxiseinrichtung (gesprächsfreundliche Möblierung, schallgeschützte Behandlungsräume: 15.000 bis 40.000 Euro), Praxisverwaltungssoftware (5.000 bis 15.000 Euro) und Anlaufkosten. Der Kassensitz ist das größte wirtschaftliche Hindernis: Er kostet in Ballungszentren 50.000 bis 150.000 Euro.

Hintergrund

Psychiater benötigen keine teuren Medizingeräte für ihre Tätigkeit; das Gespräch ist das zentrale Diagnoseinstrument. Besonders wichtig ist die akustische Abschirmung der Behandlungsräume (Schallschutzmaßnahmen: 5.000 bis 20.000 Euro) für den Schutz der Vertraulichkeit.

Die Warteliste auf Kassensitze für Psychiater ist in Deutschland lang; in vielen Regionen besteht eklatanter Mangel, was bestehende Kassensitze verteuert. Der Zulassungsausschuss der KV entscheidet über Bedarfsplanung; in unterversorgten Gebieten kann die Zulassung kostenlos sein.

EEG und neurologische Untersuchungen (Ausschluss organischer Ursachen) können entweder selbst durchgeführt (EEG: 10.000 bis 25.000 Euro) oder an neurologische Kollegen überwiesen werden.

Ärzteversichert begleitet Psychiater bei der Niederlassung und bietet spezialisierte Versicherungskonzepte für psychiatrische Praxen.

Wann gilt das nicht?

Psychiater im Angestelltenverhältnis (MVZ, Klinik) tragen keine Gründungskosten. Psychotherapeuten-Praxen haben teilweise andere Anforderungen als ärztliche Psychiater-Praxen.

Quellen

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