Eine radiologische Praxisgründung ist eine der teuersten in der Medizin: Je nach Geräteausstattung liegen die Kosten zwischen 800.000 und über 3 Millionen Euro; Einzelpraxen sind wirtschaftlich kaum rentabel.

Die Hauptkostenpositionen: MRT-Gerät (1,5 Tesla: 500.000 bis 900.000 Euro; 3 Tesla: 1.000.000 bis 1.800.000 Euro), CT-Anlage (200.000 bis 600.000 Euro), Röntgenanlage und Fluoroskopie (100.000 bis 250.000 Euro). Umbau und Abschirmung kommen mit 200.000 bis 500.000 Euro hinzu.

Hintergrund

Radiologen gründen fast ausnahmslos in Gemeinschaften oder als Übernahme einer bestehenden Praxis; die enorme Investitionssumme macht Einzelgründungen wirtschaftlich riskant. Ein MRT-Gerät amortisiert sich typischerweise nach 5 bis 8 Jahren bei entsprechender Auslastung (150 bis 200 Untersuchungen pro Woche).

Neben dem Gerätekauf kommen erhebliche Baukosten hinzu: Schwingungsgedämpfte Fundamente für MRT, HF-Abschirmung, Klimatisierung und Patientenmonitoring müssen professionell realisiert werden. Baugenehmigungen und strahlenschutzrechtliche Zulassungen dauern 12 bis 24 Monate.

Kassensitze für Radiologen sind stark limitiert und teuer; in Ballungszentren können sie 100.000 bis 300.000 Euro kosten.

Ärzteversichert begleitet Radiologen bei der Gründungsplanung und bietet spezialisierte Versicherungskonzepte für High-Tech-Praxen.

Wann gilt das nicht?

Im MVZ oder bei Gemeinschaftsgründungen verteilen sich die enormen Kosten auf mehrere Gesellschafter. Teleradiologie (Fernbefundung) ist eine kostengünstigere Alternative ohne eigene Großgeräte.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →