Eine Eigenlabor-Versicherung für Zahnärzte kostet zwischen 300 und 1.200 Euro jährlich; die genaue Prämie hängt vom Laborumsatz und dem abgesicherten Haftungsrisiko ab.

Zahnärzte mit eigenem zahntechnischem Labor haften für die Qualität der im Labor hergestellten Arbeiten (Kronen, Prothesen, Schienen). Die reguläre Berufshaftpflicht deckt zahntechnische Eigenarbeiten häufig nur eingeschränkt; eine separate oder integrierte Laborhaftpflicht ist erforderlich.

Hintergrund

Zahnärzte, die ein eigenes Labor betreiben, übernehmen sowohl die ärztliche als auch die zahntechnische Verantwortung für die hergestellten Arbeiten. Die Haftung gegenüber Patienten ergibt sich aus dem Behandlungsvertrag; Fehler im Labor (falsche Materialien, unpassende Prothesen, fehlerhafte Keramikverblendungen) können zu Schadensersatzansprüchen führen.

Die Standard-Berufshaftpflicht des Zahnarztes deckt ärztliche Behandlungsfehler; zahntechnische Produktfehler aus dem Eigenlabor werden teils ausgeschlossen oder als eigener Risikobereich bewertet. Bei einem Laborumsatz von 100.000 Euro jährlich liegt die Prämie für die Laborhaftpflicht bei ca. 500 bis 800 Euro.

Digitale Eigenlabore mit 3D-Drucker und CAD/CAM-Systemen schaffen neue Haftungsfragen; die Versicherung muss explizit digitale Fertigungstechnologien einschließen.

Ärzteversichert prüft für Zahnärzte mit Eigenlabor, ob ihre bestehende Berufshaftpflicht die zahntechnische Tätigkeit vollständig abdeckt.

Wann gilt das nicht?

Zahnärzte ohne eigenes Labor, die zahntechnische Arbeiten ausschließlich an externe Labore vergeben, benötigen keine Eigenlabor-Versicherung; die Haftung für Laborarbeiten liegt dann beim Zahntechniker-Labor.

Quellen

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