Entnahmestrategien für das Anlageportfolio von Ärzten im Ruhestand zielen darauf ab, das Vermögen so zu entnehmen, dass es über den Rentenzeitraum reicht; die populäre 4-Prozent-Regel empfiehlt eine jährliche Entnahme von 4 Prozent des Anfangsvermögens.

Bei einem Anlageportfolio von 1 Million Euro ermöglicht die 4-Prozent-Regel eine jährliche Entnahme von 40.000 Euro (inflationsbereinigt). Diese Strategie hat historisch über 30 Jahre funktioniert; Steuern und Inflation müssen jedoch in der Planung berücksichtigt werden.

Hintergrund

Ärzte im Ruhestand verfügen typischerweise über mehrere Einkommensquellen: Versorgungswerk-Rente, private Rentenversicherungen, Immobilienmieteinnahmen und ein Wertpapierportfolio. Die Entnahmestrategie legt fest, in welcher Reihenfolge und in welchem Umfang diese Quellen genutzt werden.

Steuerlich ist die Reihenfolge relevant: Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer (25 Prozent); Rentenbestandteile werden mit dem Ertragsanteil versteuert. Eine optimale Entnahmereihenfolge kann die Steuerlast erheblich reduzieren.

Populäre Strategien: Bucket-Strategie (Kurzzeitbedarf liquide, Mittelfrist festverzinslich, Langfrist in Aktien), systematischer Entnahmeplan aus ETF-Portfolio oder Kombination mit Leibrente für garantiertes Lebenseinkommen.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, die Entnahmestrategie im Rahmen einer Ruhestandsplanung mit einem Finanzberater zu entwickeln.

Wann gilt das nicht?

Bei sehr hohem Vermögen und sicherer Rente kann ein aggressiveres Entnahmetempo sinnvoll sein. Wer im Ruhestand noch Praxiserlöse hat, muss die Entnahmestrategie regelmäßig anpassen.

Quellen

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