Ein ETF-Portfolio kostet Ärzte jährlich 0,1 bis 0,5 Prozent des angelegten Vermögens als Verwaltungsgebühr (TER); Depotgebühren fallen bei modernen Neobroker-Depots gar nicht an.

Ein global diversifiziertes ETF-Portfolio mit einem ETF auf den MSCI World (TER: 0,12–0,20 Prozent) und einem Schwellenländer-ETF ist für Ärzte ein kostengünstiger Einstieg. Bei 500.000 Euro Anlagekapital fallen jährlich 600 bis 1.000 Euro an ETF-Kosten an; klassische Fonds kosten das 5- bis 10-fache.

Hintergrund

Ärzte verfügen oft über überdurchschnittliches Sparkapital und profitieren besonders von kostengünstigen ETF-Portfolios gegenüber aktiv verwalteten Fonds. Die wichtigsten Kostenbestandteile: Total Expense Ratio (TER) des ETF, Transaktionskosten beim Kauf (0 bis 10 Euro pro Order je nach Broker) und Depotgebühren (0 bis 0,5 Prozent jährlich).

Steuerlich unterliegen Kapitalerträge (Dividenden, Kursgewinne) der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag; der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person. Ausschüttende ETFs zahlen regelmäßig Dividenden aus; thesaurierende ETFs reinvestieren und verschieben die Steuerlast.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, das ETF-Portfolio als Baustein einer umfassenden Vermögensstrategie zu betrachten, die Versorgungswerk, Immobilien und Liquiditätsreserve einschließt.

Wann gilt das nicht?

Bei sehr hohem Vermögen (ab 1 Million Euro) kann eine individuelle Vermögensverwaltung kosteneffizient sein. Für kurzfristige Anlageziele unter 5 Jahren eignen sich ETFs wegen des Kursrisikos nicht.

Quellen

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