Eine Facharztprüfung kostet an den deutschen Landesärztekammern 200 bis 600 Euro Prüfungsgebühr; hinzu kommen Vorbereitungskosten von 500 bis 2.000 Euro für Kurse und Fachliteratur.

Die Prüfungsgebühr variiert je nach Landesärztekammer und Fachrichtung zwischen 200 Euro (einfache Fächer) und 600 Euro (mehrteilige Prüfungen mit praktischen Abschnitten). Die Gesamtkosten inklusive Vorbereitung belaufen sich auf 700 bis 2.600 Euro.

Hintergrund

Die Facharztprüfung wird nach Abschluss der gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungszeit (3 bis 6 Jahre je nach Fachgebiet) bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt. Grundlage sind die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern, die sich an der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer orientieren.

Zum Antrag gehören: ausgefülltes Logbuch mit Fallzahlen, Bescheinigung der Weiterbildungsbefugnis des Ausbilders, Weiterbildungsnachweise und Lichtbildausweis. Nach Prüfung der Unterlagen folgt ein mündlich-praktisches Kolloquium vor einem Prüfungsausschuss.

Ärzteversichert rät Ärzten, parallel zur Weiterbildung frühzeitig eine BU-Versicherung abzuschließen, da die Prämien in der Assistenzarztzeit noch günstig sind.

Wann gilt das nicht?

In EU-Staaten erworbene Facharzttitel werden nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie anerkannt; separate Prüfungsgebühren fallen dabei nicht an. Für Zusatzbezeichnungen gelten eigene Gebührenordnungen.

Quellen

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