Geldanlage für Ärzte kostet je nach Anlageform zwischen nahezu null (ETF-Direktanlage über Neobroker) und 2,5 Prozent jährlich (aktiv gemanagte Fonds mit Ausgabeaufschlag).
ETF-Depots kosten Ärzte 0,1 bis 0,3 Prozent jährlich und bieten marktähnliche Renditen von 5 bis 8 Prozent p.a. langfristig. Aktiv gemanagte Fonds kosten 1 bis 2,5 Prozent jährlich und erzielen langfristig meist schlechtere Ergebnisse als günstige Indexfonds. Bei 500.000 Euro Anlagekapital spart der Wechsel von aktivem Fonds zu ETF ca. 5.000 bis 10.000 Euro jährlich.
Hintergrund
Ärzte haben als Hochverdiener besondere Anforderungen an die Geldanlage: Steueroptimierung (Abgeltungsteuer, Vorabpauschale), Inflationsschutz, Diversifikation über Assetklassen und Liquidität für Praxisinvestitionen. Ein gut diversifiziertes Portfolio enthält typischerweise Aktien (ETF), Anleihen, Immobilien und Cashreserve.
Kostenübersicht: ETF-Direktanlage (0,1 bis 0,3 Prozent TER), Robo-Advisor (0,3 bis 0,8 Prozent), Vermögensverwaltung (0,5 bis 1,5 Prozent), aktive Fonds (1 bis 2,5 Prozent inkl. Ausgabeaufschlag von 2 bis 5 Prozent einmalig). Die Kostendifferenz summiert sich über 20 Jahre auf Zehntausende Euro.
Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, Geldanlage und Altersvorsorge als Gesamtstrategie zu betrachten und nicht isoliert Einzelprodukte zu kaufen.
Wann gilt das nicht?
Kurzfristige Liquiditätsreserven (3 bis 6 Monatseinkommen) sollten nicht in Aktien angelegt werden, sondern in Tagesgeld oder kurzlaufende Anleihen. Für steuerliche Optimierungen im Alter sind Rentenversicherungsmäntel unter Umständen sinnvoll.
Quellen
- Bundesministerium der Finanzen
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- Bundesärztekammer
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