Die laufende gematik-Infrastruktur kostet Arztpraxen 200 bis 600 Euro monatlich für Konnektor-Betrieb, TI-Zugang und Kartenlesegeräte; die KV erstattet Pauschalen, die die tatsächlichen Kosten in vielen Fällen nicht vollständig decken.
Einmalige TI-Anschlusskosten (Konnektor, Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst): 2.000 bis 5.000 Euro; laufende Kosten 200 bis 600 Euro monatlich. Die KV erstattet eine Betriebskostenpauschale von ca. 186 Euro jährlich; weitere Einzelerstattungen variieren je nach Bundesland und Leistung.
Hintergrund
Die gematik GmbH entwickelt und betreibt die Telematikinfrastruktur (TI) des deutschen Gesundheitswesens. Neue Dienste, die laufend ausgerollt werden: E-Rezept (Pflicht seit 2024), ePA (elektronische Patientenakte, ab 2025 opt-out), eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Pflicht seit 2022) und KIM (Kommunikation im Medizinwesen).
Die Kosten für Konnektoren steigen durch notwendige Zertifikatserneuerungen (alle 5 Jahre) und Software-Updates. Die Telematikinfrastruktur-Kosten sind als Praxiskosten steuerlich abzugsfähig.
Ärzteversichert weist Praxisinhaber darauf hin, dass Ausfälle von TI-Komponenten durch die Praxisbetriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt sein sollten.
Wann gilt das nicht?
Für stationäre Einrichtungen und Kliniken gelten eigene gematik-Anschlussregeln und andere Kostenstrukturen. Privatpraxen ohne KV-Abrechnung haben keine TI-Pflicht.
Quellen
- KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesministerium für Gesundheit
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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