Der gematik-Identitätsprovider (IDP) ist ein zentraler Authentifizierungsdienst der Telematikinfrastruktur; für Arztpraxen entstehen keine direkten IDP-Gebühren, aber Praxissoftware-Updates für die Anbindung kosten 100 bis 500 Euro einmalig.
Der gematik IDP ermöglicht das sichere Login in TI-Anwendungen wie ePA und E-Rezept. Arztpraxen zahlen nicht direkt für den IDP-Dienst; Kosten entstehen durch Praxissoftware-Lizenzen und Updates (100 bis 500 Euro jährlich), die die IDP-Schnittstelle implementieren.
Hintergrund
Der zentrale IDP-Dienst der gematik stellt sichere Identitätszertifikate für Leistungserbringer und Patienten bereit. Er ist Voraussetzung für das Zero-Trust-Sicherheitskonzept der TI 2.0 (Cloud-basierte Telematikinfrastruktur). Praxen interagieren mit dem IDP über ihre Praxisverwaltungssoftware (PVS), die entsprechende Updates bereitstellt.
Die Kosten der TI-Komponenten insgesamt (Konnektor, KIM, ePA-Schnittstelle) belaufen sich auf 200 bis 600 Euro monatlich; der IDP ist dabei ein Infrastrukturteil ohne separate Abrechnung. Neue TI-2.0-Konnektoren werden den bisherigen Konnektor ablösen; erste Rollouts sind ab 2025 geplant.
Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, TI-Kosten in die Kalkulation der laufenden Praxiskosten einzuplanen und bei IT-Ausfall durch Versicherungsschutz abgesichert zu sein.
Wann gilt das nicht?
Privatpraxen ohne GKV-Zulassung haben keine Pflicht zur TI-Anbindung und nutzen den gematik IDP nicht. Für Krankenhäuser gelten eigene Anbindungsregeln.
Quellen
- KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Bundesministerium für Gesundheit
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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