Die Führung eines Gerätebuchs kostet in der Arztpraxis monatlich 20 bis 80 Euro mit einer digitalen Softwarelösung; papierbasierte Listen sind kostenfrei, aber aufwändiger zu verwalten.

Nach MPBetreibV sind Arztpraxen verpflichtet, ein Bestandsverzeichnis und Gerätebücher für alle aktiven Medizinprodukte ab Klasse IIb zu führen. Fehlende Prüfprotokolle können bei Betriebskontrollen Bußgelder bis 25.000 Euro auslösen; außerdem gefährdet fehlende Dokumentation den Versicherungsschutz bei Geräteschäden.

Hintergrund

Typische dokumentationspflichtige Geräte in Arztpraxen: EKG (STK alle 2 Jahre), Ultraschallgerät (STK alle 2 Jahre), Defibrillator (STK jährlich), Blutdruckmessgeräte mit Eichpflicht, Spirometer. Jährliche Wartungskosten für diese Geräte betragen zusammen 500 bis 2.000 Euro.

Digitale Gerätebuch-Software bietet Erinnerungsfunktionen für Wartungsintervalle, automatische Protokollführung und Export für Behördenkontrollen. Anbieter wie DOCware oder spezielle PVS-Module integrieren das Gerätebuch in die Praxisverwaltungssoftware.

Ärzteversichert empfiehlt, regelmäßige STK-Prüfungen nicht nur aus rechtlichen Gründen durchzuführen, sondern auch um den Versicherungsschutz für Medizingeräte zu erhalten.

Wann gilt das nicht?

Für einfache Klasse-I-Medizinprodukte (Pflaster, Skalpelle) ist kein Gerätebuch erforderlich. In Krankenhäusern gelten umfangreichere Anforderungen nach KHBV (Krankenhaus-Buchführungsverordnung).

Quellen

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