Physisches Gold kostet Ärzte beim Kauf 1 bis 3 Prozent Aufgeld über dem Spotpreis; Goldbarren und Anlagemünzen sind in Deutschland nach mindestens 12 Monaten Haltedauer vollständig steuerfrei veräußerbar.
Ein 100-Gramm-Goldbarren kostet derzeit (Stand: 2026) ca. 8.000 bis 8.500 Euro (Aufgeld 1,5 bis 2 Prozent). Jährliche Lagerkosten: Bankschließfach 30 bis 150 Euro oder Tresor zu Hause (einmalig 300 bis 1.500 Euro). Goldkäufe sind ab einem Betrag von 2.000 Euro ausweispflichtig.
Hintergrund
Gold gilt als Inflationsschutz und Krisenwährung; es erzielt langfristig eine Rendite von 2 bis 4 Prozent real und dient als Diversifikationsbaustein. Für Ärzte mit hohem Vermögen empfehlen Finanzplaner einen Goldanteil von 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens.
Steuerlich vorteilhaft: Physisches Gold (Barren, Münzen) unterliegt nach 1 Jahr Haltedauer nicht der Abgeltungsteuer; Gewinne sind steuerfrei. Gold-ETFs und XETRA-Gold dagegen können als Finanzprodukte der Abgeltungsteuer unterliegen; steuerliche Behandlung bitte mit Steuerberater klären.
Ärzteversichert empfiehlt, Gold als Beimischung von maximal 10 Prozent des Portfolios zu betrachten und nicht als Hauptanlagebaustein, da keine laufenden Erträge erzielt werden.
Wann gilt das nicht?
Gold-ETC (z. B. Xetra-Gold) haben andere steuerliche Eigenschaften als physisches Gold; nach einem BGH-Urteil kann Xetra-Gold als physisch hinterlegt gelten und ebenfalls steuerfrei sein. Spekulativer Goldhandel mit kurzen Haltefristen ist steuerpflichtig.
Quellen
- Bundesministerium der Finanzen
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- Bundesärztekammer
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