Eine Immobilie als Altersvorsorge für Ärzte bindet typischerweise 300.000 bis 1 Million Euro Kapital und verursacht laufende Kosten von 2 bis 3 Prozent des Immobilienwerts jährlich.
Laufende Kosten einer Anlageimmobilie umfassen Verwaltung (0,5 bis 1 Prozent p.a.), Instandhaltungsrücklage (1 bis 1,5 Prozent p.a.), Grundsteuer, Versicherungen (Gebäude, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht) sowie Finanzierungskosten. Steuerlich sind lineare Abschreibungen von 2 Prozent jährlich auf den Gebäudewert möglich (§ 7 Abs. 4 EStG, Baujahr ab 1925).
Hintergrund
Ärzte mit hohem Einkommen investieren häufig in Wohnimmobilien oder Gewerbeimmobilien (z. B. die eigene Praxisimmobilie), um steuerliche Verluste aus Abschreibungen gegen Praxiseinkünfte zu verrechnen. Wichtige Kennzahlen: Bruttomietrendite typischerweise 3 bis 5 Prozent, nach Kosten Nettomietrendite 2 bis 3 Prozent. Für den Erwerb fallen Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 Prozent je nach Bundesland), Notar und Grundbuch (ca. 1,5 bis 2 Prozent) sowie ggf. Maklercourtage (bis zu 3,57 Prozent inkl. MwSt.) an, insgesamt Erwerbsnebenkosten von 7 bis 12 Prozent. Ärzte in Versorgungswerken sollten beachten, dass Immobilieneinkünfte als Nebeneinkünfte keine Beitragsrelevanz für das Versorgungswerk haben.
Ärzteversichert begleitet Ärzte bei der Frage, ob eine Immobilie oder alternative Anlageformen besser zur persönlichen Altersvorsorgestrategie passen.
Wann gilt das nicht?
In Regionen mit sinkenden Immobilienpreisen ist die Immobilie als Altersvorsorge riskant. Illiquide Investments passen nicht zu Ärzten, die kurz- bis mittelfristig Liquidität für Praxisinvestitionen oder familiäre Veränderungen benötigen.
Quellen
- Bundesministerium der Finanzen
- Deutsche Rentenversicherung
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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