Offene Immobilienfonds für Ärzte kosten jährlich 0,5 bis 2 Prozent Verwaltungsgebühr (Total Expense Ratio) und erzielen langfristige Renditen von 2 bis 4 Prozent jährlich.
Offene Immobilienfonds sind für Ärzte ab wenigen Tausend Euro investierbar und kosten 0,5 bis 1,5 Prozent jährliche Verwaltungsgebühr zuzüglich Ausgabeaufschlägen von 2 bis 5 Prozent einmalig. Geschlossene Immobilienfonds verlangen Mindestanlagebeträge von 10.000 bis 50.000 Euro und berechnen deutlich höhere Gebühren von bis zu 15 Prozent Weichkosten.
Hintergrund
Offene Immobilienfonds (OIF) investieren breit gestreut in gewerbliche Immobilien (Büros, Einkaufszentren, Logistik) und sind täglich handelbar; eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten gilt seit dem KAGB. Die Total Expense Ratio (TER) liegt typischerweise bei 0,5 bis 1,5 Prozent jährlich. Renditechancen: historisch 2 bis 4 Prozent p.a. netto. Für Ärzte mit hohem Grenzsteuersatz interessant: Erträge aus OIF sind teilweise steuerbegünstigt durch eine Teilfreistellung von 60 Prozent nach § 20 InvStG. Geschlossene Immobilienfonds (AIF) bieten höhere Renditechancen (5 bis 8 Prozent p.a. geplant), sind aber langfristig gebunden (10 bis 15 Jahre) und illiquide. Die BaFin beaufsichtigt zugelassene AIF-Manager; nicht regulierte Fonds sind mit erhöhten Risiken verbunden.
Ärzteversichert empfiehlt, Immobilienfonds als Teil einer diversifizierten Anlagestrategie zu betrachten und nicht als alleinige Altersvorsorge einzusetzen.
Wann gilt das nicht?
Für Ärzte in der Ansparphase mit Kapitalbedarf für eine Praxisgründung sind illiquide geschlossene Fonds ungeeignet. Bei bestehenden Kreditverpflichtungen sollte die Anlage in Fonds erst nach Absicherung von Liquiditätspuffern erfolgen.
Quellen
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