Die Inhaltsversicherung für Arztpraxen kostet zwischen 300 und 1.500 Euro jährlich und deckt Mobiliar, medizinische Geräte und Warenvorräte gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm ab.
Für eine durchschnittliche Arztpraxis mit einem Inventarwert von 100.000 bis 200.000 Euro (Einrichtung, Geräte, Vorräte) ist eine Inhaltsversicherung mit Jahresprämien von 400 bis 900 Euro realistisch. Praxen mit teuren Spezialgeräten (Ultraschall, Endoskopie, Laser) haben höhere Werte und entsprechend höhere Prämien.
Hintergrund
Die Praxisinhaltsversicherung ist die Entsprechung zur privaten Hausratversicherung für den gewerblichen Bereich. Sie schützt den Inventarwert einer Praxis (Möbel, EDV, medizinische Geräte, Pharmabestand) gegen Standardgefahren. Wichtige Sonderbausteine: Allgefahrendeckung für elektronische Geräte (Elektronikversicherung), Betriebsunterbrechung bei Sachschaden, Überspannungsschäden. Der Beitrag richtet sich nach Versicherungssumme (Wiederbeschaffungswert neu), Standort und Schutzmaßnahmen (Einbruchsicherung). Unterversicherung ist ein häufiges Problem: Wird der Inventarwert zu niedrig angesetzt, zahlt der Versicherer nur anteilig (Unterversicherungsklausel). Daher empfiehlt sich alle drei Jahre eine Neuinventarisierung.
Ärzteversichert bietet Ärzten maßgeschneiderte Praxisinhaltspolicen und unterstützt bei der korrekten Wertermittlung des Inventars.
Wann gilt das nicht?
Gemietete Praxisgeräte (Leasing) sind häufig durch den Vermieter versichert; hier empfiehlt sich eine Klärung mit dem Leasinggeber. Gebäudeschäden (Wasserschäden an der Bausubstanz) fallen unter die Gebäudeversicherung des Eigentümers, nicht unter die Inhaltsversicherung.
Quellen
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- BaFin
- KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung
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