Kapitalanlagen zur Altersvorsorge kosten je nach Produkt zwischen 0,1 und 3 Prozent jährliche Gebühren (Total Expense Ratio); die Kostenhöhe hat erheblichen Einfluss auf die langfristige Rendite.
Günstige Indexfonds (ETFs) kosten 0,1 bis 0,3 Prozent TER jährlich. Aktiv gemanagte Fonds kosten 1 bis 2,5 Prozent TER plus ggf. Ausgabeaufschläge (3 bis 5 Prozent einmalig). Fondsgebundene Lebensversicherungen als Rentenversicherungen addieren Versicherungskosten von 0,5 bis 1,5 Prozent, was die Gesamtkosten auf 2 bis 4 Prozent erhöht.
Hintergrund
Ärzte haben in der Regel eine überdurchschnittliche Sparfähigkeit und sollten die Kosteneffizienz ihrer Kapitalanlagen kennen. Bei einer monatlichen Sparrate von 2.000 Euro über 25 Jahre macht ein Kostenunterschied von 1 Prozentpunkt mehr als 100.000 Euro Unterschied im Endvermögen aus (Zinseszinseffekt). Für die Altersvorsorge relevante Anlageklassen: Versorgungswerk (Pflichtbeitrag; günstig, sicher, aber unflexibel), Riester/Basisrente (staatliche Förderung, aber eingeschränkte Flexibilität), ETF-Sparplan (kostengünstig, flexibel, kein Insolvenzschutz), Fondsgebundene Rentenversicherung (steuerlich privilegiert, aber Kosten beachten). Die steuerliche Behandlung im Alter (Ertragsanteilbesteuerung bei Rentenversicherungen, Kapitalertragsteuer bei Direktanlagen) sollte in der Planung berücksichtigt werden.
Ärzteversichert hilft Ärzten dabei, eine kostenbewusste, diversifizierte Altersvorsorgestrategie zu entwickeln, die Versorgungswerk und Eigenanlage optimal kombiniert.
Wann gilt das nicht?
Ärzte kurz vor dem Renteneintritt sollten risikoarme Anlagen wählen (Anleihen, Festgeld, Geldmarktfonds) statt renditeorientierten Kapitalmarktanlagen.
Quellen
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