KI in der Medizin kostet je nach Anwendungsbereich sehr unterschiedlich: Klinische KI-Systeme für Radiologie oder Pathologie kosten in Krankenhäusern 50.000 bis mehrere Millionen Euro, während praxistaugliche KI-Tools als Abo schon ab 100 Euro monatlich verfügbar sind.

Die Bandbreite reicht von 100 Euro monatlich für einfache KI-Assistenzsysteme (z. B. Dokumentationshelfer, Diagnosevorschlagstools) bis zu 500.000 Euro und mehr für vollintegrierte klinische KI-Plattformen in Krankenhäusern. Die GKV erstattet einzelne, zugelassene KI-Anwendungen (DiGA, Digitale Gesundheitsanwendungen); die PKV übernimmt Kosten häufiger.

Hintergrund

KI-Anwendungen in der Medizin umfassen: Bildanalyse (Radiologie, Dermatologie, Ophthalmologie), klinische Entscheidungsunterstützung, Sprachverarbeitung für ärztliche Dokumentation, Verwaltungsautomatisierung und Telemonitoring. Der Gesetzgeber hat mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG, 2019) und dem DVPMG (2021) den Rahmen für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) geschaffen, die GKV-erstattet werden können. Die Zulassung als DiGA durch das BfArM kostet Hersteller 1.000 bis 3.000 Euro; klinische Studien zur Wirksamkeit können Millionen kosten. Für Ärzte bedeutet das: KI-Tools mit DiGA-Zulassung können per Rezept verordnet werden (Kosten für die Praxis: keine; für die GKV: 100 bis 800 Euro pro Patient).

Ärzteversichert beobachtet die Entwicklung der KI-Regulierung und empfiehlt, bei KI-Einsatz in der Praxis die Berufshaftpflicht auf Aktualität zu prüfen.

Wann gilt das nicht?

Administrative KI-Tools ohne Patientenbezug (z. B. KI-gestützte Abrechnung, automatische Terminplanung) fallen nicht unter die DiGA-Regulierung und erfordern keine spezielle Zulassung, aber DSGVO-Konformität.

Quellen

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