Eine Leibrente auf Immobilien tauscht den Immobilienwert gegen lebenslange monatliche Rentenzahlungen, typischerweise 1.000 bis 5.000 Euro monatlich, bei gleichzeitigem Wohnrecht oder Nutzungsrecht.
Bei einer Immobilie im Wert von 500.000 Euro und einem 70-jährigen Eigentümer beträgt die monatliche Leibrente nach versicherungsmathematischen Berechnungen typischerweise 1.500 bis 2.500 Euro lebenslang. Der Erwerber trägt das Langlebigkeitsrisiko und kalkuliert entsprechend.
Hintergrund
Die Immobilien-Leibrente ist ein Instrument, das Ärzten im Ruhestand erlaubt, das in einer Immobilie gebundene Kapital in laufende Einnahmen umzuwandeln, ohne die Immobilie verlassen zu müssen. Varianten: Leibrente mit Wohnrecht (Eigentümer wohnt weiterhin darin und erhält Rente), umgekehrte Hypothek (Kredit auf die Immobilie, Rückzahlung nach dem Tod), Verrentungsmodelle über spezialisierte Anbieter. Die Höhe der Rente hängt ab von: Immobilienwert, Alter, Geschlecht (Lebenserwartung), gewählter Variante (mit/ohne Kapitalwahlrecht, Mindestlaufzeit). Steuerlich sind Leibrentenzahlungen mit dem Ertragsanteil nach § 22 Nr. 1 EStG zu versteuern (bei 70-jährigem Rentenstart: 15 Prozent Ertragsanteil). Für Ärzte, die ihre Praxisimmobilie verkaufen möchten, ist die klassische Leibrente eine Alternative zum Direktverkauf.
Ärzteversichert begleitet Ärzte im Übergang in den Ruhestand und berät zur optimalen Nutzung von Immobilienvermögen für die Altersvorsorge.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit Erben, die die Immobilie behalten wollen, sollten die Vererbungsproblematik berücksichtigen; eine Leibrente konsumiert den Immobilienwert vollständig oder anteilig. Bei stark gestiegenen Immobilienwerten ist ein regulärer Verkauf häufig rentabler.
Quellen
- Deutsche Rentenversicherung
- Bundesministerium der Finanzen
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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