MFA-Fortbildungen kosten je nach Umfang und Anbieter zwischen 200 und 2.000 Euro; staatliche Förderungen und KV-Programme können bis zu 100 Prozent der Kosten übernehmen.
Kurzformate (Tages- oder Wochenendseminare) zu Themen wie Praxisorganisation, Abrechnung oder Medizintechnik kosten 200 bis 500 Euro. Zertifizierende Fortbildungen (z. B. Weiterbildung zur Praxismanagerin oder Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung) kosten 1.500 bis 5.000 Euro. Förderung ist über Qualifizierungschancengesetz (Agentur für Arbeit) oder Bildungsgutscheine möglich.
Hintergrund
MFA (Medizinische Fachangestellte) sind das Rückgrat jeder Arztpraxis; deren Weiterbildung stärkt die Praxisqualität. Finanzierungsmöglichkeiten für Praxisinhaber: Arbeitgeberzuschüsse (als Betriebsausgaben vollständig absetzbar), Qualifizierungschancengesetz (Bundesagentur für Arbeit, bis zu 100 Prozent Förderung für Beschäftigte in kleinen Betrieben unter 10 Mitarbeiter), Bildungsprämie des BMBF (jetzt Förderung beruflicher Weiterbildung), KV-eigene Fortbildungsprogramme (teils kostenfrei für KV-Mitglieder). Besonders gefragte MFA-Fortbildungen: Praxismanagerin (IHK-Zertifikat, 800 bis 2.000 Euro), Abrechnung nach EBM und GOÄ (200 bis 500 Euro), VERAH (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis, ca. 560 Stunden, 1.500 bis 3.000 Euro). Weitergebildete MFAs können höhere Gehaltsstufen im MFA-Tarifvertrag erreichen.
Ärzteversichert weist darauf hin, dass Investitionen in MFA-Fortbildung auch die Praxisqualität erhöhen und indirekt die Praxisbewertung verbessern.
Wann gilt das nicht?
Für geringfügig Beschäftigte (Minijob) sind die meisten Förderprogramme nicht zugänglich. Selbstständige MFAs (z. B. Honorarkräfte) müssen Fortbildungen selbst finanzieren.
Quellen
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