Die Mitarbeitergewinnung in Arztpraxen kostet je nach Rekrutierungsweg zwischen 1.500 und 8.000 Euro pro Einstellung; dazu kommen Einarbeitungskosten von 2.000 bis 5.000 Euro.
Kostenübersicht Recruiting: Stellenanzeige auf Indeed oder Stepstone 200 bis 800 Euro einmalig, spezifisches MFA-Stellenportal (mfa-jobs.de, jobs.doccheck.com) 100 bis 400 Euro, Personalvermittler für MFAs 1.500 bis 4.000 Euro (Festpreis) oder 15 bis 25 Prozent des ersten Jahresgehalts. Eigenrecherche über Social Media ist kostenlos, aber zeitintensiv.
Hintergrund
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen trifft Arztpraxen besonders: MFA-Stellen bleiben teils monatelang unbesetzt. Neben den direkten Recruitingkosten entstehen indirekte Kosten: Überstunden für das verbliebene Personal, verringerte Kapazitäten und mögliche Patientenzufriedenheitsverluste. Effektive Kanäle: Jobportale für Medizinpersonal (DocCheck Jobs, MFA-Jobs), Social Media (Facebook-Gruppen für MFAs, Instagram-Recruiting), KV-Karriereplattformen, Weiterempfehlungsprogramme (Prämie 500 bis 1.000 Euro je vermittelter Einstellung). Die Einarbeitung einer neuen MFA kostet nach Berechnungen der KBV ca. 2.000 bis 5.000 Euro an gebundener Arbeitszeit des erfahrenen Personals. Gute Mitarbeiterbindung ist daher günstiger als Neueinstellung.
Ärzteversichert empfiehlt, attraktive Mitarbeiterbenefits (BAV, Gruppenversicherungen) als Bindungs- und Recruitinginstrument einzusetzen.
Wann gilt das nicht?
Für Ärzte in angestellten Positionen (Klinik, MVZ) übernimmt die HR-Abteilung des Trägers die Personalgewinnung; eigene Recruitingkosten entstehen nicht.
Quellen
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