Die Gewinnung von Praxispersonal kostet je nach Stellenart und Recruitingweg zwischen 500 und 5.000 Euro pro Einstellung; der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen erhöht die Recruitingkosten zusätzlich.
Günstige Recruting-Methoden: Aushang in der Praxis und im Umfeld (kostenlos), Facebook/Instagram-Posting (kostenlos bis 200 Euro Anzeigenboost), Empfehlungsprämien für Mitarbeiter (500 bis 1.000 Euro). Teure Methoden: Stellenportale 200 bis 800 Euro, Personalvermittler 1.500 bis 4.000 Euro Festpreis oder 20 bis 25 Prozent des Jahresgehalts.
Hintergrund
Arztpraxen sind im Wettbewerb um Fachkräfte (MFA, Praxismanagerinnen, Verwaltungskräfte) mit Krankenhäusern, MVZ und anderen Praxen. Attraktive Arbeitgebermarke (Employer Branding) senkt Recruitingkosten langfristig: Gute Google-Bewertungen als Arbeitgeber, klare Benefits-Kommunikation (Fortbildung, BAV, flexible Arbeitszeiten) und positive Praxiskultur sind wichtiger als eine Stellenanzeige. Konkrete Kostenpositionen: Stellenanzeige im Lokalblatt 200 bis 500 Euro, Online-Stellenportal für Medizinberufe 100 bis 600 Euro, Personalberater-Honorar bei Praxismanagerin 2.000 bis 6.000 Euro. Die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters bindet erfahrenes Personal für 4 bis 12 Wochen; indirekter Kostenfaktor ca. 3.000 Euro.
Ärzteversichert hilft Praxisinhabern, attraktive Mitarbeiterpakete (Versicherungen, BAV) zu schnüren, die die Mitarbeiterbindung stärken.
Wann gilt das nicht?
Bei Praxisübernahmen mit bestehendem Personal entfallen Recruitingkosten; hier entstehen stattdessen Kosten für Personalintegration und ggf. Tarifanpassungen.
Quellen
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