Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Neurologen kostet je nach Alter, Gesundheitszustand und BU-Rente zwischen 100 und 500 Euro monatlich; das spezifische Berufsrisiko in der Neurologie beeinflusst die Prämienberechnung.

BU-Prämie für einen 35-jährigen Neurologen mit 3.000 Euro BU-Monatsrente: ca. 150 bis 300 Euro monatlich. Neurologen gelten bei Versicherern als günstige Berufsgruppe (Risikoklasse 1 bis 2 von 5), da die Tätigkeit überwiegend geistig-beratend und nicht körperlich schwer ist. Das BU-Risiko von Ärzten insgesamt liegt bei ca. 25 Prozent, das heißt jeder vierte Arzt wird berufsunfähig vor dem Renteneintritt.

Hintergrund

Neurologen behandeln Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie) und sind dabei vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Hauptursachen für BU bei Ärzten allgemein: psychische Erkrankungen (Depression, Burnout, ca. 30 Prozent der BU-Fälle), Erkrankungen des Bewegungsapparats (ca. 20 Prozent) und Krebs (ca. 18 Prozent). Neurologen haben durch intensiven Patientenkontakt mit schwerstkranken Patienten ein erhöhtes Risiko für Burnout und psychische Erkrankungen. Für BU-Tarife gilt: Je nach Anbieter besteht eine Klausel zur "konkreten Verweisung" (Vermittlung auf andere ärztliche Tätigkeit) oder "abstrakten Verweisung"; Neurologen sollten Tarife ohne abstrakte Verweisung wählen. Die BU-Versicherung sollte mindestens 60 bis 70 Prozent des Nettoeinkommens absichern. Bei bereits bestehenden psychischen Erkrankungen oder Rückenproblemen können Risikozuschläge von 50 bis 200 Prozent auf die Grundprämie anfallen oder einzelne Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Ärzteversichert vergleicht BU-Tarife für Neurologen und findet die optimale Absicherung ohne unnötige Ausschlüsse.

Wann gilt das nicht?

Neurologen in der Forschung oder Verwaltung (ohne direkte Patientenversorgung) werden von Versicherern oft günstiger eingestuft; hier sind Prämien von unter 100 Euro monatlich möglich.

Quellen

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