Die Vorbereitung auf die ärztliche Niederlassung kostet im Vorfeld zwischen 5.000 und 30.000 Euro für Beratung, Zulassung und erste Investitionen; die eigentlichen Praxisgründungskosten kommen danach.
Kostenpositionen bei der Niederlassungsvorbereitung: KV-Zulassungsantrag und Bedarfsplanungsprüfung kostenlos bis 500 Euro Verwaltungsgebühren, Rechtsberatung zum Gesellschaftsvertrag (bei Gemeinschaftspraxis/MVZ) 2.000 bis 6.000 Euro, Praxisberatung durch KV oder Ärztekammer 500 bis 2.000 Euro, Kauf eines Kassenarztsitzes (Praxiswert) 30.000 bis 500.000 Euro je nach Region und Fachrichtung. Bankberatung und Finanzierungsplanung kosten meist nichts extra.
Hintergrund
Vor der Niederlassung steht die Bedarfsplanung: Gibt es in der Zielregion offene Arztsitze (Versorgungsgrad unter 110 Prozent)? Gesperrte Planungsbereiche erfordern den Kauf eines bestehenden Kassenarztsitzes; in unterversorgten Regionen ist die Zulassung vereinfacht möglich. Typischer Zeitplan: 12 bis 24 Monate vor der Niederlassung Beratungsgespräch KV, 6 bis 12 Monate vor Eröffnung Praxissuche und Kauf/Anmietung, 3 bis 6 Monate vorher Zulassungsantrag bei der KV, 1 bis 3 Monate vorher Versicherungsabschlüsse und Bankfinanzierung. Weitere Vorbereitungskosten: Fortbildungen zum Praxismanagement 500 bis 2.000 Euro, Beratung durch Steuerberater zur Rechtsformwahl 500 bis 1.500 Euro, Besichtigung und Due-Diligence einer Praxisübernahme 500 bis 2.000 Euro (externer Praxisberater). Die Berufshaftpflicht muss spätestens zum ersten Behandlungstag abgeschlossen sein.
Ärzteversichert begleitet Ärzte bei der Niederlassungsvorbereitung und stellt sicher, dass alle Versicherungen rechtzeitig und optimal abgeschlossen sind.
Wann gilt das nicht?
Bei einer Praxisübernahme entfallen Teile der Planungskosten; stattdessen entstehen Kosten für Kaufpreisverhandlung, Übergangsprüfungen und steuerliche Beratung zum Praxiskauf.
Quellen
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