Die Berufshaftpflicht für Onkologen kostet zwischen 2.000 und 10.000 Euro jährlich; die erhöhten Risiken durch Zytostatika-Behandlung, teure Therapiefehler und langfristige Haftungsrisiken verlangen besondere Deckungssummen.

Berufshaftpflicht Onkologie: Niedergelassene Onkologen zahlen 2.000 bis 8.000 Euro/Jahr; in onkologischen Schwerpunktpraxen mit Zytostatika-Zubereitung sind Deckungssummen von mindestens 5 Mio. Euro je Schadenfall empfohlen. BU-Versicherung für Onkologen: 150 bis 400 Euro monatlich bei 3.000 Euro BU-Rente; das psychische Belastungsrisiko durch intensiven Kontakt mit schwerstkranken Patienten ist einzukalkulieren.

Hintergrund

Onkologen sind in der Versicherungsbranche einer mittleren bis hohen Risikoklasse zugeordnet, da onkologische Behandlungsfehler (falsche Dosierung von Chemotherapeutika, fehlerhafte Diagnose) zu schwerwiegenden Schäden mit hohem Schadenpotenzial führen können. Spezifische Risiken: Zytostatika-Herstellung und -Applikation (Fehldosierung kann lebensbedrohlich sein), Spätfolgen von Bestrahlungen (Haftungsrisiken treten Jahrzehnte später auf), Off-Label-Use von Medikamenten in onkologischen Leitlinien. Für onkologische Gemeinschaftspraxen und MVZ gelten Deckungssummen von 10 bis 15 Mio. Euro pro Schadenfall als Standard. Die Nachhaftung (Schutz für Schäden, die nach Praxisaufgabe bekannt werden) sollte mindestens 5 Jahre, besser 10 Jahre betragen. Berufliche Absicherung: Ärzte in onkologischen Kliniken sind über den Arbeitgeber mitversichert; niedergelassene Onkologen müssen die Haftpflicht selbst abschließen.

Ärzteversichert vergleicht Berufshaftpflichttarife für Onkologen und findet passgenaue Lösungen mit ausreichenden Deckungssummen.

Wann gilt das nicht?

Onkologen, die ausschließlich beratend tätig sind und keine eigenständigen Behandlungsentscheidungen treffen (z.B. Gutachter), benötigen eine weniger umfangreiche und günstigere Berufshaftpflicht.

Quellen

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