Die Investition in ophthalmologische Lasergeräte kostet augenärztliche Praxen zwischen 50.000 und 500.000 Euro je nach Gerätekategorie; hinzu kommen Wartungskosten von 5.000 bis 20.000 Euro jährlich.

Geräteinvestitionen in der Augenheilkunde: YAG-Laser (Nachstaarbehandlung, Iridotomie) 40.000 bis 80.000 Euro, Phakoemulsifikationssystem (Kataraktoperation) 80.000 bis 150.000 Euro, Excimer-Laser für Refraktionschirurgie (LASIK/LASEK) 200.000 bis 500.000 Euro, Femtosekunden-Laser 350.000 bis 600.000 Euro. Jährliche Wartungsverträge: 8 bis 15 Prozent des Anschaffungswerts.

Hintergrund

Augenärztliche Praxen mit operativem Schwerpunkt sind besonders investitionsintensiv. Die Finanzierung erfolgt meist über Bankdarlehen mit Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren bei Zinssätzen von 3 bis 6 Prozent oder über Leasingverträge (monatliche Rate ca. 1 bis 2 Prozent des Gerätewerts). Abschreibung: Ophthalmologische Lasergeräte werden linear nach AFA-Tabelle über 5 bis 8 Jahre abgeschrieben; alternativ ist degressiv oder über § 7g EStG (Investitionsabzugsbetrag bis 200.000 Euro) möglich. Einnahmen durch Laserbehandlungen: Kataraktoperation EBM ca. 500 bis 700 Euro GKV-Abrechnung; refraktive Chirurgie ist IGeL (800 bis 2.500 Euro je Auge). Die Amortisationszeit für einen YAG-Laser bei 5 Behandlungen/Woche a 80 Euro (GOÄ) beträgt ca. 2 bis 3 Jahre. Versicherung: Geräte sollten über eine Maschinen-/Elektronikversicherung abgesichert werden (0,5 bis 1,5 Prozent des Versicherungswerts jährlich).

Ärzteversichert berät Augenärzte zu Investitionsabsicherung und passenden Versicherungen für hochwertige medizinische Geräte.

Wann gilt das nicht?

Augenärzte ohne operativen Schwerpunkt benötigen keine kostenintensiven Lasergeräte; diagnostische Geräte (OCT, Perimeter) kosten 15.000 bis 50.000 Euro und sind deutlich günstiger.

Quellen

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