Professionelle Patientenkommunikation in der Praxis kostet zwischen 500 und 5.000 Euro jährlich für digitale Tools, Schulungen und Kommunikationssoftware; der Nutzen liegt in Patientenzufriedenheit und reduzierten Telefonzeiten.
Kostenpositionen für Patientenkommunikation: DSGVO-konformer Patienten-Messenger 30 bis 100 Euro/Monat, Patientenportal mit Dokumentenversand 50 bis 200 Euro/Monat, Erinnerungssystem (SMS/E-Mail) 20 bis 80 Euro/Monat, Kommunikationsschulungen für MFAs 500 bis 2.000 Euro einmalig. Praxiswebsite mit Patienten-Infomaterial: 500 bis 2.000 Euro Erstellung und 200 bis 500 Euro/Jahr Pflege.
Hintergrund
Gute Patientenkommunikation reduziert Behandlungsfehler und Haftungsrisiken: Unklare Aufklärung ist einer der häufigsten Gründe für Behandlungsfehlerklagen. Digitale Kommunikationslösungen für Praxen müssen DSGVO-konform sein; unverschlüsselte E-Mails mit Patientendaten sind nicht zulässig und können DSGVO-Bußgelder auslösen. Die Kommunikation via KIM (Kommunikation im Medizinwesen) nach § 311 SGB V wird zunehmend für Überweisungen und Befundübermittlung genutzt; KIM-Nutzung kostet Praxen ca. 200 bis 400 Euro/Jahr. Studien zeigen: Eine Reduktion der No-Show-Rate um 20 Prozent durch automatisierte Erinnerungen spart einer Praxis mit 200 Terminen/Woche und 10 Prozent No-Show-Rate ca. 80 freie Termine/Monat. Kommunikations-Investment rechnet sich daher oft schon nach wenigen Monaten.
Ärzteversichert unterstützt Praxen dabei, digitale Kommunikationslösungen datenschutzkonform und effizient einzusetzen.
Wann gilt das nicht?
Sehr kleine Praxen mit persönlichem Arzt-Patient-Kontakt und wenigen Terminen haben oft keinen Bedarf an teuren Kommunikationssoftwarelösungen; hier genügt ein gepflegtes Telefonkonzept und persönliche Ansprache.
Quellen
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