Patientenkommunikation kostet Arztpraxen 20 bis 40 Prozent der MFA-Arbeitszeit; bei einer Vollzeit-MFA mit 2.800 Euro Bruttogehalt entspricht das monatlich 560 bis 1.120 Euro an Personalkosten allein für Patientenkontakte.
Zeitaufwand Patientenkommunikation: Telefonische Terminvergabe 3 bis 5 Minuten je Anruf, Befundauskunft am Telefon 2 bis 5 Minuten, Rezeptanforderungen 2 bis 3 Minuten, Überweisungsmanagement 3 bis 8 Minuten je Fall. Eine Praxis mit 50 täglichen Telefonanrufen bindet damit ca. 3 bis 4 Stunden MFA-Zeit täglich; bei 20 Euro Stundenlohn = 60 bis 80 Euro täglich = 1.300 bis 1.700 Euro monatlich.
Hintergrund
In einer Arztpraxis entfällt ein erheblicher Teil der administrativen Arbeit auf Patientenkommunikation: Terminvereinbarungen, Befundübermittlung, Rezeptausstellungen, Überweisungen und Beschwerdemanagement. Digitalisierungslösungen können bis zu 30 Prozent der Kommunikationskosten einsparen: Online-Terminbuchung (30 bis 100 Euro/Monat) spart Telefonzeit, automatisierte Terminerinnerungen (20 bis 50 Euro/Monat) reduzieren No-Shows um 15 bis 25 Prozent, Patientenportale für Dokumentenanforderungen (50 bis 150 Euro/Monat) entlasten das Praxisteam. Datenschutzanforderungen bei der Patientenkommunikation: E-Mails mit personenbezogenen Daten müssen verschlüsselt sein; Verstöße gegen DSGVO können Bußgelder bis 20 Mio. Euro nach sich ziehen. Interne Schulungen zum Thema Patientenkommunikation und Gesprächsführung kosten 500 bis 1.500 Euro je Schulung und verbessern nachweislich die Patientenzufriedenheit.
Ärzteversichert berät Praxen zu effizienten und datenschutzkonformen Kommunikationslösungen.
Wann gilt das nicht?
Privatärztliche Praxen mit kleinem Patientenstamm und hohem Honorar je Fall haben oft weniger Kommunikationsvolumen; hier sind teure Softwarelösungen nicht immer wirtschaftlich.
Quellen
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